#039 - Ziele definieren, erfolgreich ankommen - Teil 1
Shownotes
Wie du im neuen Jahr aus vagen Wünschen greifbare und erreichbare Ziele formen kannst.
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Christian Bott - der mit dem Schwert coacht. Fechtmeister • Speaker • Trainer • Coach
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Herzlich willkommen im neuen Jahr. Schön, dass du wieder da bist und nach und nach tauchen wir alle wieder auf aus der Zeit zwischen den Jahren, aus der Zeit zwischen der Zeit. Vielleicht hast du dich hinreißen lassen, dich zwischen Jahren zu fragen, was denn deine Vorsätze für das nächste Jahr sind. Und ich muss sagen, früher, wenn man mich gefragt hat, was ist denn ein Vorsatz für das nächste Jahr und was sind deine guten Vorsätze, ich empfand das als unangenehm. Ich empfand das als Arbeit darüber nachzudenken, was ich denn anders machen möchte. Warum ist das so passiert? Weil ich mir sehr oft einfach nur eine ganz grobe Idee vor Augen geführt habe. Ja, zum Beispiel man möchte netter zu sein, Mitmenschen sein oder ich möchte erfolgreicher werden oder ich möchte vielleicht damals in der Schule irgendwie besser in, was weiß ich, in Physik werden. Diese vagen Vorstellungen, diese vagen Formulierungen, die sorgen nur oftmals nur für eines, dass man am Ende des Jahres sich fragt, habe ich es erreicht? Man stellt fest, nein. In der Fechthalle, als Fechttrainer erlebe ich das ganz, ganz oft. Menschen gehen einen Freikampf hinein, kommen aus dem Freikampf raus und stellen sich eine Frage, manchmal ist es gut gelaufen. Und dann haben sie das Gefühl, nee, ist irgendwie nicht gut gelaufen. Und dann frage ich, was ist denn konkret nicht gut gelaufen? Kommt oft als Antwort, ich weiß nicht, irgendwie, irgendwie, irgendwie lief es nicht. Das bleibt vage. Und wenn ich dann weiterbohre, dann erlebe ich manchmal, das nicht immer so, aber manchmal den Wunsch, ich hätte gerne gewonnen, ich hätte das Ding gerne gewonnen. Weil ich glaube, ich hätte denjenigen auch besiegen können. Warum habe ich das nicht geschafft? Weiß ich nicht. Das ärgert dann einen. Und dann frage ich, hast du denn, als du in den Freikampf reingegangen bist, dir ganz konkret vorgenommen, diesen Freikampf zu gewinnen? Ganz konkret. Und hattest dafür auch einen Plan. Aber erst mal war das dein Ziel. Und dann bekomme ich oft als Antwort, nein. Es war nicht das Ziel, den Freikampf zu gewinnen. Wir gehen einfach in die Kämpfe rein. Wir stellen fest, da ist ein Kampf, wir stellen fest, da ist eine Herausforderung. Wir gehen erst mal rein. Und haben überhaupt nicht vor Augen, wohin das Ganze führen soll. Vielleicht möchte ich in eine Konfliktsituation eintreten, mit dem Ziel, den Konflikt zu entschärfen. Vielleicht möchte ich, muss ich in einen Konflikt eintreten, mit dem Ziel, diesen Konflikt für mich zu entscheiden. Es sind zwei völlig verschiedene Vorgehensweisen oder fordert zwei völlig verschiedene Vorgehensweisen. Oder wir gehen einfach mal in den Konflikt rein, weil er da ist. Passiert auch nicht allzu selten. Haben wir kein Ziel, driften wir irgendwohin. Und jetzt möchte ich dich dafür sensibilisieren, noch, dass wir, wenn wir uns ein Ziel setzen, aufpassen müssen. Wir dürfen nicht das Ganze verwechseln mit der Richtung. Oftmals sagen wir, oftmals haben wir eine grobe Richtung, aber kein konkretes Ziel. Beispiel, du sagst, du guckst ins Spiegel und sagst, ich möchte abnehmen. Oder du sagst, ich möchte im kommenden Jahr etwas netter zu meinen Mitmenschen sein. Oder ich möchte mit meinem Unternehmen erfolgreicher werden. Ich möchte, dass die zwei Projekte, die noch am Laufen sind, gut abgeschlossen werden. Das ist alles vage. Das ist so, als wenn du dich in der freien Natur auf den Weg machst. Oder, ja, du machst dich auf den Weg und du guckst auf den Kompass und sagst, ich gehe mal nach Süd-Süd-Ost. So, und dann kommst du irgendwo Süd-Süd-Ost an. Wenn du das eine Stunde lang machst und das ein paar mal wiederholst, kommst du nicht immer am gleichen Punkt an. Wenn du aber nach vorne siehst und dir einen ganz konkreten Punkt aussuchst am Horizont, auf den du zuläufst, kommst du immer am gleichen Punkt an. Das ist wichtig. Wir brauchen ein konkretes Ziel. Ich möchte, dass mein Unternehmen erfolgreicher wird, könntest du sagen. Dann wäre die Frage, entweder stellst du sie dir oder lässt sie dir von anderen stellen, wie sieht das denn konkret aus? Woran erkennst du das denn, dass dein Unternehmen im nächsten Jahr erfolgreicher geworden ist? Vielleicht machst du es an Umsatz fest, vielleicht machst du es an Kundenzahlen fest, vielleicht machst du das an Kundenbindungen fest, wie viele Kunden bleiben oder an Wiederholern sozusagen. Woran auch immer. Wir brauchen ein konkretes Ziel. Das ist ganz, ganz wichtig. Wenn wir das nicht haben, prüfen wir uns am Ende der Zeit und sind enttäuscht, dass wir das Ziel nicht erreicht haben, obwohl wir es nicht formuliert haben. Ich möchte, dass mein Unternehmen erfolgreicher wird, sagt ein Unternehmer und am Ende des Jahres fragt er sich, ist es erfolgreicher geworden? Und stellt fest, ne. Wenn wir kein konkretes Ziel haben, dann wissen wir auch nicht, wie wir uns konkret in Bewegung setzen können. Und jedes Ziel braucht eine Strategie, eine ganz klare Strategie, die man erarbeiten muss. Das ist mein tägliches Job sozusagen. Und wenn ich mit Leuten eine konkrete Strategie erarbeite, braucht es zuvor ein konkret formuliertes Ziel. Wenn ich sage, ich möchte allgemein erfolgreicher werden, dann weiß ich noch gar nicht genau, auf wohin soll ich die Strategien ausrichten. Auf Kundengewinnung, Umsatzsteigerung, beides? Das ist also ganz wichtig. Prüfe, ist es eine Richtung oder ein Ziel. Je konkreter du es formulieren kannst, desto besser. Und die Formulierung ist auch ganz, ganz wichtig. Da kommen wir zum nächsten Punkt. Denn eine Formulierung hilft auch im Team, miteinander sich auszurichten. Wenn du in einem Team bist oder ein Team leitest und hast ein Ziel oder ihr habt ein Ziel als Team, dann muss das klar formuliert sein. Sonst gibt es zum einen Missverständnisse, logisch. Und zum anderen fehlt aber auch die Messbarkeit. Wenn ich keine konkrete Formulierung habe, dann kann ich auch am Ende nicht feststellen, hat das denn geklappt? Haben wir das erreicht, das Ziel? Deshalb hilft die klare Formulierung. Man muss es nicht immer aufschreiben. Ich persönlich empfehle aber durchaus, es zu tun. Ruhig einfach mal aufschreiben. Ein weiterer Punkt, der damit gar nicht so viel zu tun hat und doch hier rein passt, ist für mich auch immer die Frage, dieses Ziel, was du dir vornimmst, von wann ist dieses Ziel? Ist das etwas, was du schon seit Jahren mal endlich umsetzen willst? Oder hast du heute oder in den letzten Tagen dir dieses Ziel ganz konkret frisch gesetzt? Das ist wichtig. Es ist nicht schlimm, alte Ziele zu verfolgen, aber wir dürfen uns dann fragen, passt das noch zu meiner aktuellen Lebenslage? Wenn du etwas seit Jahren vor dir her schiebst oder seit Jahren nicht schaffst, vielleicht weil du zu vage warst und dir jetzt ganz konkret daraus ein Ziel formulierst, frage dich bitte, passt das in deine aktuelle Situation, in deine aktuelle Lebenslage? Kann sein, dass das gut reinpasst. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dann ist alles in Ordnung. Aber wenn wir ein Ziel schärfen, wenn wir aus einer Richtung ein Ziel machen, dürfen wir uns sofort fragen, ist das wirklich das, wo wir hinwollen? Ist das auch noch das, wo ich hin will? Okay? Manchmal kann es ja sein, dass wir auch anfangen zu driften im Leben, weil wir merken, das ist nicht mehr das, was ich will. Das ist nicht das, wo ich hingehöre. Das ist nicht der Arbeitsplatz mehr, an dem ich ursprünglich dachte, dass ich da gut hinpasse. Ich habe mich anders entwickelt, ich habe mich weiterentwickelt, ich möchte gerne eine Anpassung vornehmen. Das ist in Ordnung, dann dürfen wir unsere Ziele natürlich dementsprechend auch ausrichten. Stellst du fest, dass es aber zu deiner Lebenslage weiterhin passt oder es ist frisch entstanden, dann schärfen durch klare Formulierung und dann dir gerne das immer wieder vor Augen halten. Es ist jetzt alles noch relativ locker. Wir reden in den nächsten Wochen noch ein bisschen über Ziele. Zum einen dürfen wir uns erst mal vor Augen halten, wenn wir Ziele verfolgen, dann sollten diese Ziele eine klare Struktur haben in der Formulierung. Zum einen brauche ich eine Spezifizierung. Das haben wir heute gemacht. Was ist ganz konkret dein Ziel? Nicht nur die Richtung. Je klarer du es formulieren kannst, desto besser. Dann ein weiterer Punkt ist die Messbarkeit. Woran kann ich das messen? Ein dritter Punkt ist, wie attraktiv es ist. Ein vierter wäre realistisch und ein fünfter natürlich auch bis wann das umgesetzt werden kann oder soll. Wenn man dieser Buchstaben zu Namen nimmt, das hast du vielleicht schon gehört, dann redet man von der sogenannten SMART-Regel. Also S M A R T. Spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert. Heute geht es um Spezifizierung und das ist der wichtigste Punkt. Oftmals übergehen wir den. Das hatte ich in der letzten Folge schon angesprochen, weil wir oftmals schon gleich darüber nachdrängen, ist es machbar. Schöner richtigerweise ist das aber eine der letzten Punkte in dieser SMART-Regel. Es ist realistisch. Erstmal formuliere dein Ziel, ohne darüber nachzudenken, ob es machbar ist. Ich wiederhole das noch mal ganz kurz. Wenn du dich auf den Weg machst, prüfe, ist das eine Richtung oder hast du schon ein klares Ziel vor Augen? Okay, ein klares Ziel bekommst du, in dem du selbst ganz viel nachfragst. Was genau bedeutet das, wenn ich möchte gerne erfolgreicher werden in meinem Unternehmen? Was bedeutet das ganz konkret? Ich möchte so und so viel Umsatz steigern. Okay, was bedeutet das ganz konkret, wenn du Umsatz steigerst und so weiter und so fort. Ein weiterer Punkt ist, du brauchst eine, diese Formulierung darf gerne fixiert werden, damit es Missverständnisse vermeidet anderen Teammitgliedern gegenüber, aber auch dir selbst gegenüber. Und damit machst du es auch messbar, damit machst du es greifbar. Ja, damit machst du es in irgendeiner Form greifbar, sodass du dich später fragen kannst, habe ich dieses Ziel wirklich erreicht? Und das geht nur, wenn es extrem scharf formuliert ist. Und der weitere Punkt ist, wenn es so scharf formuliert ist, dann hast du auch die Möglichkeit, überhaupt dir eine Strategie zu erarbeiten oder mit jemanden zusammen eine Strategie zu erarbeiten. Nur dann. Hast du diese Strategie, dann kannst du deine Ressourcen in Bewegung setzen, dann kannst du dich mit deinen Ressourcen verbinden und wirklich auch mit Kraft dieses Ziel verfolgen. Du brauchst diese Schärfe. Dann wirst du, ist die Ablenkung weniger und du kannst wirklich klar auf das Ziel zumarschieren. In diesem Sinne, erster Punkt, das spezifische, die spezifische Zielformulierung, da wünsche ich dir ganz viel Weisheit beim Reflektieren darüber, beim Formulieren darüber und gehe das gerne mit Kollegen, mit Freunden, vielleicht auch mit einem Vorgesetzten oder mit einem Coach oder einem Trainer durch, um da mehr Klarheit für dich zu bekommen. Raus aus der Richtung, rein in das Ziel. In diesem Sinne wünsche ich dir einen wunderschönen Start ins neue Jahr und viel Erfolg beim Formulieren, beim Schärfen deiner Ziele. Wenn du Fragen hast, Anregungen oder Ideen dazu, dann freue ich mich weiterhin über Feedback auf podcast@christianbodt.de. Bis dahin, dein Trainer und Coach Christian Bodt.
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