#048 - Drei meiner Learnings aus dem Schwertkampf

Shownotes

In dieser Folge picke ich drei für mich prägende Punkte heraus, die ich durch das Schwertfechten und meine Arbeit als Fechtlehrer verinnerlicht habe.


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Das Wort der letzten Jahre ist, glaube ich, eins der Worte ist "Learning". Also nicht nur bei mir, sondern generell in der Persönlichkeitsentwicklung, aber auch im Berufsalltag "Learning". Hast du auch schon gehört, oder? Was sind so Ihre Learnings aus dem letzten Jahr? Oder "Ach, das gestern ist richtig schief gegangen. Das war ein Learning für mich." Ich möchte es auch mal aufgreifen, weil ich oft gefragt werde, was ist das, was Sie aus dem Schwertkampfunterricht oder aus dem Schwertkampfmitnehmen, was hat Schwertkampf für Sie in Ihrem Leben verändert? Na ja, wenn man unterwegs ist als Fechtmeister und Coach, ist das sicherlich, logischerweise eine Frage, mit der man eben oft in Interviews konfrontiert wird. Und ich würde es ganz gerne heute mit dir teilen, was sind so meine Learnings, meine drei Learnings aus dem Berufsleben Schwertfechter oder Fechtmeister und Coach. Mein erstes Learning ist tatsächlich vor einigen Jahren die Frage nach dem "Warum?" gewesen. Und ich bitte, ich beschwöre seitdem Menschen, stellt euch diese Frage. Die Frage "Warum?", warum machst du das, was du tust? Und diese Frage habe ich mir eines Tages gestellt. Die meisten von euch wissen, ich bin selbstständig und wenn man selbstständig ist, dann tut man das, was man liebt und man tut das, was man hasst. Ich liebe es, in meiner Fechthalle zu stehen. Und ich gehöre zu den Leuten, die sagen können, nachdem ich meinen Beruf ausgeübt habe, geht es mir besser, als bevor ich in die Halle gekommen bin. Mir geht es nach der Halle besser, als vor der Halle. Und das ist nicht so, wie vielleicht es vielen auch geht, dass sie sagen, wenn die Arbeit vorbei ist, geht es mir besser, sondern mir geht es deshalb gut, weil die Zeit so schön war in der Halle. Natürlich tut man aber auch das, was man hasst. Bei jedem sind es andere Dinge. Ich persönlich bin nicht so ein Typ, der gerne Buchhaltung macht, der gerne Steuererklärung macht, so eine Sache. Das ist nicht so mein Ding. Ich bin auch nicht so gerne in diesen rein geschäftlichen Organisationsstrukturen drin. Mir macht es Spaß, das zu durchblicken und das mit Leuten zu besprechen. Aber für mich selbst persönlich ist es etwas, das mache ich eben, aber das ist nicht das, wo mir das Herz aufgeht. Und dann gab es mal einen Tag, viele, viele Jahre schon her, da saß ich in meinem Büro und ich hatte so viel zu tun, kann ich dir sagen, ich hatte so viel um die Ohren. Und dann war der Moment, wo mir klar war, jetzt muss ich los in die Halle, es ist Zeit, gleich beginnt das Training. Und in dem Moment, ich stieg ins Auto, ich war allein, ich stieg ins Auto und fragte mich, warum mache ich das gerade? Und das war eine sehr wichtige Frage. Die ist mir so rausgeplatzt innerlich, ehrlich gesagt. Und tatsächlich habe ich mir eine nächste Frage gestellt. Christian, warum ist dir das wichtig, dass der x-tausendste Schüler jetzt auch noch diese eine Technik lernt? Und da merkte ich, das ist mir gar nicht wichtig. Das ist ein bisschen eigenartig, also ich bin Fechtmeister und ich sage gerade mir ist nicht wirklich wichtig, dass der x-tausendste Schüler diese eine Technik auch noch lernt. Ist aber so. Mir geht es auch gut, wenn er es nicht lernt, ehrlich gesagt. Oder sie. So saß ich in dem Auto und fragte mich, warum fahre ich denn dann in die Halle? Denn eines war, das merkte ich, ich spürte, ich will da jetzt hin. Ich spürte, das ist richtig, dass ich da hinfahre. Das ist mein Herz. Ich folge einer inneren Berufung. Und gleichzeitig stellte ich fest, dass x, y, z, den rechten Oberhau jetzt auch lernen, das ist jetzt nicht das, was mich im Herzen tiefst bewegt. Und dann stellte ich mir die Frage, was ist es dann? Und dann war, dann formulierte ich so für mich aus, ich möchte, oder mir tut gut, mich erfüllt, wenn Menschen durch den Schwertkampf wachsen. Wenn Menschen durch den Schwertkampf wachsen, wenn sie mit sich besser in Kontakt kommen. Ich meine damit nicht das Ego. Deshalb sage ich, ich möchte, dass sie mit sich selbst in Kontakt kommen, dass sie sich selbst mögen lernen, aber auch einfach wirklich aufstehen, also eine gerade innere Haltung bekommen. Fechten richtet den Körper auf und nicht nur äußerlich, sondern eben auch innerlich. Und das ist etwas, das beobachte ich seit den ersten Tagen, seitdem ich Schwertkampf unterrichte, beobachte ich, wie Menschen durch diesen Sport oder durch diese Kampfkunst in sich und an sich und durch sich wachsen. Und dazu ein Teil beizutragen, das ist das, was mich, ich kann gar nicht sagen, wie sehr mich das erfüllt, aber das ist das, was mich jeden Tag in die Halle führt. Das liebe ich. Ich könnte das wahrscheinlich mit anderen Tätigkeiten, mit Menschen auch erreichen. Ich persönlich liebe Schwertkampf, deshalb mache ich es eben mit dem Schwert. Ich persönlich liebe Turniervorbereitung oder liebe es, Menschen auf solche Kampfsituationen vorzubereiten, auf Herausforderungen vorzubereiten. Deshalb kam auch das Coaching mit rein, weil er ganz viel damit zu tun hat, wie gehst du innerlich mit Herausforderungen um. Und du merkst auch in diesem Podcast, das ist doch, das ist der Punkt, um den es ja oft geht, wie gehst du innerlich mit Herausforderungen um. Nicht, was musst du im Außen alles machen, das gehört dazu. Aber das ist ein ganz wichtiger Punkt und es ist etwas, was mir im Schwertkampf zutiefst fasziniert. Die Frage eben zu erleben, dass Menschen wachsen. Und als ich das so für mich klar hatte, ich bin weitergefahren und noch während dieser Fahrt wurde mir klar, wie wichtig eigentlich diese Frage nach dem Warum ist. Ich hatte das, ich weiß gar nicht, ob ich das schon mal erzählt hatte hier im Podcast. Ich hatte meine Zeit gehabt, habe ich in der Schule Geschichte studiert und irgendwann merkte ich, ich hatte irgendwie so ein bisschen so den Drive verloren. Ich hatte nicht mehr so viel Power. Am Anfang, das war der Hammer, ich bin in die Universität reingekommen und meine, tatsächlich meine erste Vorlesung ging um die Schlacht von Hastings. Ich bin schier ausgerastet. Ich dachte, wo bin ich denn hier gelandet? Wow. Also ich hatte ein bisschen Angst, dass Geschichtsstudium trocken sein könnte. Alle, die da draußen, die sich gerade fragen, könnte das sein? Nein, ist es nicht. Ich habe ganz andere Erlebnisse gehabt und viele meiner Kommilitonen auch im Nachhinein das ebenfalls. Und ich durfte es am ersten Tag erleben. Ich bin schier ausgerastet. Einige Semester später bin ich aber irgendwie nur noch so ein bisschen den Scheinen hinterher gerannt. Ich habe mir angeschaut, was muss ich als nächstes erfüllen, welche Vorlesungen brauche ich, was brauche ich hier noch für Punkte, was muss ich da noch machen, habe ich da so hinterher. Und dann habe ich es so ein bisschen verloren, also ich sag mal aus dem Blick verloren, warum ich eigentlich angefangen habe. Weißt du, warum ich angefangen habe? Weil mich Geschichte zum einen interessiert und zum anderen, weil ich schon seitdem ich denken kann, Fechtlehrer werden will. Und dadurch, dass ich Schwertkampftrainer in einem Bereich bin, in dem es eben auch um historische Erschließung von Techniken geht, wollte ich schon immer Geschichte lernen, also das Handwerk eines Historikers lernen. Das hatte ich ein bisschen aus den Augen verloren. War halt ein Student an der Uni, der seinen Kram macht. Und das hat mich ganz schön durcheinander geworfen damals. Ich habe mich dann wieder gefangen, aber das war keine schöne Zeit in dem Moment. Und als ich mir viele Jahre später die Frage gestellt habe, warum fahre ich jetzt ins Training und die Antwort darauf gefunden habe, wurde mir klar, wie wichtig diese Frage ist. Wisse, warum du das tust, was du tust. Und zwar nicht vordergründig. Ich gehe nicht in die Halle, um Menschen Schwertkampf beizubringen, sondern ich gehe in die Halle, um Menschen im Wachstum zu unterstützen, darin teilzuhaben, indem ich Schwertkampf beibringe. Schwertkampf ist mein Medium, mein Mittel, mein Tool, weil ich es halt liebe. Aber das ist nur mein Ding, das ist mein Thema. Aber in dem kann ich Menschen am besten begegnen. Das hat sich inzwischen ein bisschen verändert in den letzten 15 Jahren vielleicht, weil da eben dieses ganze Thema Persönlichkeitsentwicklung mit dazugekommen ist, weil es für mich so ähnlich ist. Inzwischen ist es für mich fast egal, ob du eine Schwertenhand hast oder ob wir verbal das ganze Thema haben, wie gehen wir mit Konflikten und Herausforderungen um? Was gibt es für Automatismen in dir, die greifen und dich aus der Bahn quasi rausholen? Das ist der Grund, weshalb ich diesen Podcast auch gemacht habe, weil es immer wieder darum geht, wie sabotieren wir uns selbst? Und das ist etwas, was ohne Schwert im Alltag ein Riesenthema ist, aber genauso mit dem Schwert in der Halle. Da sieht man es halt besser. Und das ist für mich das erste Learning, die Frage nach dem Warum. Möchte ich dir mit auf den Weg geben? Frage dich bei dem, was du wirklich gerne machst. Vielleicht bei deinem Beruf, aber vielleicht auch bei etwas ganz anderem. Das muss gar nicht da sein. Warum machst du das? Und entdecke das, was dahinter steckt und halt das fest. Das ist wichtig. Ein weiteres Learning war für mich, das frage ich ganz oft, wenn Menschen in einen Freikampf reingehen und inzwischen auch, wenn Menschen in Herausforderungen im Leben reingehen, was ist dein Ziel? Ich frage mich das übrigens selbst auch oft. Was ist dein Ziel? Passt ein bisschen zu der ersten Frage. Was ist dein Ziel? Warum machst du dich auf dem Weg? Weil wir oftmals in Kämpfe reingehen, ohne ein Ziel zu haben. Ich hatte neulich eine Reihe gemacht zum Thema Zielvorbereitung. Und da war einer der Fragen, bist du in einer Richtung unterwegs oder hast du ein konkretes Ziel? Und das ist so für mich das Thema gewesen. Wenn du dich aufmachst, wenn ich mich aufmache, etwas anzustreben, dann möchte ich und dann sollte ich am Anfang, bevor ich mich in Bewegung setze, wissen, was will ich eigentlich machen? Wo soll es eigentlich genau hingehen? Was ist mein Ziel? Und das heißt nicht, dass alles perfekt vorgeplant sein muss. Also ich bin selbstständiger Fechtmeister und Coach. Wenn mich vor 20 Jahren jemand gefragt hätte oder inzwischen länger noch, wie stellst du dir denn exakt deinen beruflichen Werdegang vor? Dann hätte ich gesagt, keine Ahnung. Ich weiß grob, in welche Richtung ich will. Das ist schon, das ist in Ordnung. Und trotzdem ist für die kleineren Abschnitte immer wichtig, was ist das Ziel? Ja, das ist das Ziel. Und das, das Ding ist, bei der Frage, was das Ziel für mich immer, ein Timing ganz wichtig. Man sollte sich nicht diese Frage stellen, bevor man sich auf den Weg macht und nicht, wenn man angekommen ist und sich fragen, war das hier gerade mein Ziel? Das ist ein bisschen spät. Also das ist so für mich ein Thema geworden, dieses Thema Zielsetzung, alles, was damit zusammenhängt im Schwertfechten. Und drittes Learning, was für mich Schwertfechten auch sehr verbildlicht hat, ich packe jetzt drei raus, das gibt viel mehr Sachen, die mir Schwertknapp beigebracht hat, aber ein dritter Punkt ist die Vorbereitung. Da habe ich auch schon ein paar Mal hier thematisiert im Podcast, dass du tatsächlich dir Zeit nehmen musst, dass ich mir Zeit nehmen muss und darf, mich vorzubereiten auf das, was dann vor mir liegt. Und das ist okay. Das ist okay. So oft, mir geht es zumindest so, habe ich das Gefühl, man, ich müsste mich längst auf den Weg machen. Andere wären jetzt vielleicht schon längst unterwegs. Andere hätten jetzt schon viel schneller die Sache in die Hand genommen, hätten auf den Weg und wären damit schon durchgestartet. Ja, passt zur letzten Folge, dieses Thema, wie vergleichst du dich mit anderen? Aber nein, ich war noch nicht vorbereitet. Und ich meine damit nicht, dass du etwas zerdenkst, bis es kaputt ist. Da haben Leute wie Hermann Scherer so tolle Folgen zugemacht, so tolle Veröffentlichungen zugebracht, dass Menschen einfach zu lange brauchen, zu lange warten, bis es perfekt ist und nie starten. Sich so lange vorbereiten, bis es vorbei ist. So lange, Hermann Scherer sagte mal, wenn Menschen so lange an etwas feilen, bis es perfekt ist, dann sterben sie mit der Feile in der Hand. Großartig. Das meine ich nicht. Mir geht es darum, sich aber die Zeit zu nehmen, sich richtig vorzubereiten, bevor man dann startet. Das hängt mit dem Ziel zusammen. Was brauche ich im Vorfeld? Das sollte man sich abstecken. Und für mich ist das ein echt wichtiges Thema geworden, weil wir oftmals in Konflikten, ich sage jetzt mal so, schier aufwachen und feststellen, ach du Schande, wie konnte das passieren? Warum? Weil wir nicht vorbereitet waren in diesem Konflikt. Weil wir unvorbereitet reingegangen sind und auf einmal dann aufgewacht sind und uns gewundert haben, warum das so passiert ist. Das liegt einfach daran, dass wir oftmals sehen, oh, da ist was vormärkt, ich muss was machen und renne schon mal los. Wenn, weißt du, wenn wir einkaufen gehen und es regnet, dann rennen wir auch nicht los und ziehen uns dann auf dem Weg zum Supermarkt erstmal die Regenjacke an. Das machen wir auch im Vorfeld. Aber wenn uns die Hutschnur platzt und wir gehen zum Beispiel in ein Gespräch rein, weil uns gerade der Kragen platzt, dann sind wir nicht richtig vorbereitet. Und auf einmal wundern wir uns, warum das Gespräch uns um die Ohren fliegt. Kennt jeder von euch, kenne ich auch. Aber es ist nicht nur das. Generell eben die Frage, bist du wirklich vorbereitet? Was brauchst du alles, um dich wirklich vorzubereiten? Weil wir oftmals auch im Nachhinein uns dann bewerten, wie ist es denn gelaufen, ohne uns dessen bewusst zu sein, hatte ich überhaupt eine Chance? War ich denn überhaupt eben entsprechend vorbereitet? Hatte ich alles, was ich brauche? Das ist für mich ein ganz, ganz wichtiger Punkt gewesen. Und das ist für mich auch deshalb wichtig, weil ich manchmal, wie soll ich sagen, ich arbeite gerne so ein bisschen aus dem Bauch heraus, ein bisschen intuitiv und auch im Schwertfechten. Vieles, was ich am Schwert tue, das passiert so in mir. Und dann mache ich im Freikampf das, was mir so ein bisschen durch den Kopf geht. Und dann platzt das so ein bisschen raus. Wenn ich aber genau hingucke, sind das immer kleine Abwägungen. Was könnte der Gegner als nächstes tun? Was muss ich machen? Wie muss ich mich verhalten, dass der Gegner sich so verhält, dass das, was ich tue, funktionieren wird? Und das sind haufenweise kleine Vorbereitungen. Und deshalb ist das für mich so wichtig, weil ich mich immer wieder daran erinnern darf, dass diese Vorbereitung, so unsexy das klingt, das Wichtigste ist, wenn du in eine Herausforderung hineingehst. Inzwischen gehört das im Freikampftraining zu einem festen Grundbaustein dazu. Das heißt, wenn du in einem Freikampf einen Gegner angreifst, dann machst du das nur, wenn du im Vorfeld die Situation so weit analysiert und verstanden hast, dass du grob weißt, was auf dich zukommen wird. Denn der Gegner ist ja kein russisch Roulette, der Gegner ist ja kein Automat, aus dem irgendwas zufällig herausplatzt, sondern auch der Gegner oder die Gegnerin lässt sich ja einschätzen. Man kriegt ja mit der Zeit ein Gefühl dafür, was kommt als nächstes. Und vor allen Dingen kann man ja auch im Freikampf so weit den Gegner vorbereiten, provozieren, locken, dass man grob weiß, was als nächstes passieren wird. Das klingt so komisch. Aber wenn wir zum Beispiel in eine berufliche Herausforderungssituation gehen, dann wollen wir ja auch wissen, was im Vorfeld passiert. Du schickst doch deinen Mitarbeiter oder deine Mitarbeiterin nicht auf eine Messe, deine Firma, dein Unternehmen zu repräsentieren, wenn er oder sie noch gar nicht mal genau weiß, was ist das für eine Messe? Was passiert hier genau? Du bereitest doch auch deine Leute vor. Das machen wir im Unternehmen meistens ziemlich akkurat. Oder zumindest haben wir das vor, das so zu tun. Aber im Alltag, ich wollte gerade sagen, im Freikampf, im Alltag machen wir das eben oft nicht so. Und deshalb ist das für mich so ein, ja, so etwas, was ich aus dem Schwertkampf wirklich als eine tiefe Veränderung mitgenommen habe und mich deshalb auch diesbezüglich immer wieder frage. Meine drei Learnings. Die Frage nach dem Warum? Stell dir gerne diese Frage. Ich stelle sie mir seitdem sehr oft, muss ich sagen. Und vielleicht sollte ich an der Stelle noch sagen, ich meine das gar nicht so hinterfragend, so zweifelnd, so durchzweifelnd, sondern eher wirklich einfach mal den Vorhang lüften und dahinter gucken, hey, was ist eigentlich mein Interesse dahinter? Warum wird mein Bedürfnis da wirklich erfüllt mit? Gerade bei Dingen, die du tust. Das andere war eben, was ist mein Ziel? Bevor wir uns auf den Weg machen, dürfen wir ein Ziel haben. Und dazu gehört eine ganze Menge mehr an Zielvorbereitung, was ich jetzt hier gar nicht alles aufbereiten wollte. Da habe ich andere Folgen zu gemacht. Aber ist eben sehr prägend für mich. Und das Dritte ist eben die Vorbereitung. Ganz konkret, gehst du in einen Konflikt rein, bereite dich vor. Ganz wichtig. Ich sage mir das immer öfter. Ich vergesse das auch gerne. Merke ich dann auch, merken andere dann auch. Aber trotzdem ist das wichtig, sich vorzubereiten. Wir sind ja alle im Wachstum und das ist in Ordnung. Das gehört zur Nachbereitung, dass man weiß, man hat sich nicht vorbereitet. In diesem Sinne. Ja, Dankeschön, dass ich meine drei Learnings mit dir teilen durfte. Mein drei ersten Learnings zum Thema Schwertkampf. Machst du auch Schwertkampf? Oder machst du etwas anderes, was dich erfüllt? Was sind deine drei Learnings? Wenn du Lust hast, teile mir das gerne. In diesem Sinne wünsche ich dir eine schöne Woche. Freue mich auf das nächste Mal. Danke, dass du hier warst. Und bis zum nächsten Mal. Ciao. Dein Trainer und Coach Christian Bott.

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