#050 - Training: Das Werkzeug für Entwicklung und Wachstum

Shownotes

Was ist Training? Wofür wird es angewandt? Und vor allem: In welchen Bereichen der persönlichen Entwicklung vergessen wir nur allzu oft dessen Prinzipien?


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Was ist Training? Und wofür wird es angewandt? Und vor allem, in welchen Bereichen der persönlichen Entwicklung vergessen wir nur allzu oft dessen Prinzipien? Darum geht es in der heutigen Folge. Zunächst vielleicht die Frage, was kommt dir als erstes in den Sinn, wenn du das Wort Training hörst? Die meisten denken hier vielleicht an Sport, Gesundheit, Fitness. Und wenn wir das Ganze nachschlagen im Duden oder anderen Wörterbüchern, dann lesen wir so etwas wie "Training ist die planmäßige Durchführung eines Programms von vielfältigen Übungen zur Ausbildung und Steigerung von Können und Leistungsfähigkeit." Vielleicht dachtest du aber auch in einem anderen Bereich, denn Training muss ja nicht nur im Sport stattfinden. Diese Definition passt ja auch in andere Fälle hinein, zum Beispiel wenn es darum geht, Sprachen zu lernen. Auch bei Sprachen wissen wir, wir brauchen ein Training. Ich kann nicht einfach nur ein Buch lesen und danach kenne ich die Sprache. Ich kann nicht einfach nur alle Vokabeln lernen, sondern ich muss mehr machen. Ich muss trainieren, was auch immer das bedeutet. Vielleicht denkst du auch an andere Fähigkeiten. Vielleicht gibt es den einen oder anderen, der gerne freies Reden vor einem Publikum kennenlernen möchte, verbessern möchte. Vielleicht geht es um Ausbildung und Weiterbildung im Beruf. Also generell vielleicht um intellektuelle Fähigkeiten in irgendeiner Form. Auch hier geht es natürlich um Training. Hier geht es um die "planmäßige Durchführung eines Programms zur Steigerung von Können und Leistungsfähigkeit." Okay, Haken hinter. Das ist uns soweit klar. Das nicken wir ab. Wie sieht es mit anderen Bereichen aus? Wie sieht es aus mit Themen wie die Selbstzweifel eventuell in den Griff zu bekommen? Vielleicht Angst vor Gruppen abzubauen, negative Gedanken nach Niederlagen in den Griff zu bekommen oder im eigenen Kopf erzeugten Druck vor Herausforderungen irgendwie handeln zu können. Vielleicht geht es auch darum, klare Grenzen zu kommunizieren. Was machbar ist und was nicht. Vielleicht geht es darum, deine eigenen Sorgen in den Griff zu bekommen. Besonders in Zeiten, in denen du nicht viel ändern kannst an dem, was dich beschwert im wahrsten Sinne des Wortes. Auch das sind Bereiche, in denen wir, wie wir so schön sagen, uns entwickeln wollen, wo wir uns verändern wollen. Salopp kommt hier ganz schnell das Wort Persönlichkeitsentwicklung in den Kopf bei dem einen oder anderen. Was heißt aber Entwicklung? Entwicklung heißt nicht, ich lese nur ein Buch. Entwicklung heißt nicht, ich gehe nur auf ein Seminar. Entwicklung heißt, wie es immer ist, Training. Das ist das Thema und hierbei stelle ich sehr oft fest, dass wir in diesen Bereichen völlig oder zum Teil außer Acht lassen, dass Training ein Prozess ist. An der Stelle möchte ich ganz gerne ein Beispiel geben, was jeder von uns kennt, was relativ seicht ist. Da brauchen wir keine große Trägerwarnung. Du warst doch schon mal im Urlaub. Von mir die Frage, wie viele Tage hast du gebraucht, um dort wirklich anzukommen? Wie lange hat es gedauert, das was dich mental aus dem Alltag oder aus dem Beruf beschäftigt, hinter dir zu lassen? Und wenn es dann den Tag gab, an dem du zurückgefahren bist oder zurückgeflogen bist, dann wieder die Frage, wie lang vorher fängst du an, mit deinen Gedanken schon mal voraus zu eilen in deinen Alltag nach dem Urlaub? Vielleicht musst du gar nicht in den Beruf. Wir können das auch auf einen Waldspaziergang runterbrechen. Wenn du im Wald bist, bist du mit den Gedanken mit dir im Wald oder sind die ganz woanders? Bei Problemen, bei Themen, die dich immer wieder in Beschlag nehmen. Was können wir dagegen tun? Das weißt du. Da gibt es den Tipp, dass man mit der Wahrnehmung im Hier und Jetzt bleibt. Dass man sich genau ansieht, wo laufe ich gerade lang? Wie riecht es dort? Was höre ich? Was sehe ich? Ich lasse mich von dem, was ich mit meinen Sinnen wahrnehmen kann, vollkommen erfüllen. Das Schöne ist, man weiß, je mehr ich in die Wahrnehmung gehe, desto schwerer fällt es sozusagen, mein Gehirn zu grübeln und nachzudenken. Das heißt, wir haben ein Rezept, was wir dagegen tun können, mit unseren Gedanken nicht da zu sein, wo wir uns gerade körperlich befinden. Haken hinter. Das nicken wir ab. Das kennen wir schon. Die meisten kennen das oder die meisten werden zumindest mal jetzt sagen, ja kann ich mir vorstellen, im Großen und Ganzen ist das jetzt nicht neu für mich. Wunderbar. Dann frage ich dich als Trainer, wie oft trainierst du das? Als Coach und Fechtmeister bin ich ja in beiden Welten unterwegs. In der Welt der Persönlichkeitsentwicklung und auch in der Welt des Sports und des Trainings. Daher möchte ich dich jetzt mal einladen, mit mir einen Blick über die Schulter der Sportler und der Trainingsvorbereitung zu werfen und lass uns auf diesem Weg mal ansehen, wie trainieren Menschen darauf hin, durch eine Herausforderung zu gehen und lass uns das mal runterbrechen, wie trainiert man auf etwas hin, was man verändern möchte. Im Sport ist das sehr einfach darstellbar. Im Sport kann man einfach sagen, ich trainiere auf einen Wettkampf hin. Ich bin heute in einem gewissen Trainingsstand und ich möchte bis dann und dann an diesem Wettkampf teilnehmen. Wie geht das vor sich? Zunächst Punkt 1 ist wichtig, man muss erst mal herausfinden, um was genau es bei diesem Wettkampf geht. Was sind die Anforderungen und auch wann findet der Wettkampf statt. Ich brauche also einen Moment, an dem ich sagen kann, da gilt es. Punkt 2, hier ist wichtig herauszufinden, wie sieht denn der Trainingszustand aus. Weißt du, wo du stehst, weißt du was du kannst. Punkt 3 ist, hier müssen wir das Ziel definieren. Wie weit willst du denn das, was dort angefordert wird, erreichen. Bei einem Turnier könnte man sagen, auf welchem Platz ungefähr möchtest du denn landen. Möchtest du heil durch die Vorrunden kommen oder möchtest du mindestens auf Platz 1 oder 2 stehen. Im vierten Punkt wird eingeschätzt, wie realistisch ist das Ziel. Also die Frage, kannst du das überhaupt erreichen und da müssen wir das Ziel nochmal anpassen. Der fünfte Punkt ist ein detaillierter Trainingsplan für dich oder deine Gruppe. Was musst du alles verändern, in welchen zeitlichen Abschnitten, damit du am Ende, kurz vor dem Turnier, da an diesem Trainingsstand bist, an dem du hin möchtest. Jetzt werden noch ein paar Fertigkeiten nachtrainiert, die dir noch fehlen und dann beginnt eine lange, lange Phase, eine sehr intensive Phase, trainieren, trainieren, trainieren. Du brauchst eine Routine in dem, was du kannst. Man sagt, von kennen zum können. Es geht nicht nur darum, die Technik zu kennen, die Taktik zu kennen. Du musst lernen, sie routiniert anzuwenden und dann musst du auch Erfahrung sammeln, das, was du gelernt hast, adaptieren zu können auf Situationen, die überhaupt nicht mehr zu dem passen, was du eigentlich im Standard immer vor dir findest. Dann geht es darum, das Ganze auch mehr unter Druck anzuwenden, unter Stress anzuwenden und so nach und nach nähern wir uns den wettkampfnahen Bedingungen an. Soweit der Sport. Wenn ich eine Sprache lernen möchte, gehen wir mal weg vom Sport. Ist das sehr, sehr ähnlich. Ich muss wissen, was will ich denn überhaupt lernen, wie viel von dieser Sprache will ich lernen. Wenn ich jetzt mit einer neuen Sprache anfangen, dann habe ich nicht vor, die Muttersprache zu lernen. Ganz klar. Dann mache ich mir erstmal eine Überlegung und dann überlege ich mir erstmal, wie weit will ich denn überhaupt kommen und natürlich habe ich eine Vorstellung davon, wie weit bin ich denn gerade in der Sprache und dann überlege ich mir, wie viel lerne ich pro Tag oder pro Woche. Das ist der Trainingsplan. Und ich weiß, ich muss nicht nur Vokabeln lernen, ich muss sprechen, sprechen, sprechen, üben, üben, üben und dann muss ich auch es unter Wettkampfbedingungen trainieren. Das heißt, ich muss zunächst erstmal mit anderen Leuten sprechen, bis ich dann irgendwann in der Lage bin, tatsächlich vielleicht auf einem internationalen Treffen meines Unternehmens in dieser Sprache auch kommunizieren zu können. Das ist der Wettkampf. Das sind die echten Wettkampfbedingungen sozusagen. Wenn ich jetzt aber in anderen Bereichen bin, gehen wir zurück zu diesem Beispiel. Ich bin im Verhalten und möchte lernen, mit meinen Gedanken da zu sein, wo ich bin. Was heißt das? Na ja, du musst das trainieren. Das fehlt uns oft. Wir lesen im Buch, wir gehen in Seminare, wir hören Podcasts und dann haben wir eine grobe Vorstellung davon, wie wir denken sollten, wie wir innerlich aufgestellt sein sollten, wie Neudeutsch unser Mindset sein sollte. Wow! Und dann haben wir es. Eben nicht, weil wir es nicht trainieren. Das Training ist dann spannend, wenn man bereits weiß, was man zu tun hat und es jetzt tut und wieder tut und wieder tut. Im Kleinen, dann in größeren Bereichen und dann in den ganz Großen. Deshalb habe ich vom Wald gesprochen, weil der Wald eine einfache Trainingssituation ist. Wir können lernen, im Wald uns darauf zu konzentrieren, im Hier und Jetzt zu sein. Und dann irgendwann wirst du durch den Wald gehen und gar nicht mehr daran denken, dich darauf zu konzentrieren, im Hier und Jetzt zu sein, sondern es wird wirklich für dich so funktionieren. Ganz unbewusst. Das ist Training. Unbewusstes Können. Und dann geht es weiter. Wie wird es dann im Urlaub für dich sein? Wie wird es in Situationen sein, in denen du vielleicht wirklich unter Stress bist und trotzdem auf deine Ressourcen zurückgreifen musst, trotzdem dich in Momenten, in denen es darauf ankommt, entspannen musst? Das muss trainiert werden. Mir geht es heute nicht um den Wald. Mir geht es nicht darum, dass du deine Gedanken im Hier und Jetzt hast. Dafür habe ich eine andere Folge gemacht, sondern mir geht es darum, dass uns klar wird, Entwicklung bedeutet Training. Und Training bedeutet etwas routiniert machen. Training sind immer drei Aspekte. Zum einen, du musst wissen, was du zu tun hast. Kennen. Du musst eine Routine aufbauen. Das ist das Können. Und du brauchst Erfahrung, um das, was du kannst, in Situationen, die nicht mit dem Standard entsprechen, adaptieren zu können. Kennen, Können, Erfahrung. Diese drei Bereiche sind Bereiche, in denen man Training ganz gut abbilden kann. Und das brauchen wir in Persönlichkeitsentwicklung. Und wenn wir das vergessen, dann verzagen wir manchmal, weil wir merken, an gewissen Stellen kommen wir nicht weiter. Im Sport wäre das völlig klar, weil dann würdest du merken, ich sollte vielleicht trainieren, ich sollte mir üben, wie man sagt. Im Persönlichen ist das genau das Gleiche. Und das ist meine heutige Botschaft an dich. Wir brauchen Training. Du brauchst Training. Ich brauche Training. Und zwar in allen Bereichen, in denen wir uns entwickeln wollen. Manchmal fällt es uns schwer herauszufinden, wie soll ich denn trainieren? Wie soll ich denn trainieren, zum Beispiel Selbstzweifel in den Griff zu bekommen? Wie soll ich trainieren, ein Trauma in irgendeiner Form so weit unter Kontrolle zu bekommen, wenn man das so sagen will, dass ich damit leben kann? Naja, manchmal braucht es einen Trainer. Das gehört natürlich dazu. Ein Trainer ist ein externer Feedbackgeber, ein Unterstützer und jemand, der weiß, welche Wege du gehen musst. Aber auch wenn wir in einer Situation sind, in der wir erstmal keinen zweiten haben und in der wir auch keine Ahnung haben, wie wir etwas trainieren sollen, ist erstmal wichtig zu wissen, es muss trainiert werden. Und wenn ich merke, ich komme da nicht weiter, weil ich nicht weiß, wie ich trainieren soll, weil ich nicht weiß, wie ich jemanden finde, weil ich nicht weiß, wie ich es anfange, erstmal schon mal darauf hingewiesen, nicht verzage nicht. Nicht verzagen. Denn in dem Moment, wenn ich nicht trainieren kann, kann ich mich auch nur sehr schwer entwickeln. Und wenn du dann merkst, du entwickelst dich an einem gewissen Punkt nicht, weil dir gerade die Feedbackgeber fehlen, weil dir die Methoden fehlen, was auch immer, weil du es einfach noch nicht in den Griff bekommen hast, dann sei nachlässig mit dir. Denn du hast ja noch keine Trainingschance gehabt. Weißt du, im Sport ist es wieder so einfach. Wenn Leute lange Freikampf trainieren und dann sind sie vielleicht durch eine Krankheit lange ausgeschaltet und starten wieder im Training, kommen sie auch nicht auf die Idee, morgen aufs Turnier zu fahren. Sie wollen jetzt mal wieder reinkommen. Wenn ich nicht trainieren kann, kann ich mich nicht entwickeln. Und das ist ein ganz normaler, logischer Prozess. Ich fasse das kurz zusammen. Ich möchte, dass uns klar ist, wenn wir uns entwickeln wollen, wenn du dich entwickeln möchtest, braucht es Training. Das ist ein ganz wichtiger Aspekt. Zweiter Punkt zum Training gehört Routine erwerben. Immer und immer und immer wieder. In leichten Situationen, in mittelschweren Situationen und dann im wettkampfnahen, in realitätsnahen Situationen. Und drittens, manchmal braucht es Hilfe von außen. Und Hilfe nicht, weil wir es nicht können, weil wir zu schwach sind, sondern weil das ein normaler Prozess ist. Das ist mein Wunsch heute für dich. Erkenne an, oder nehm an, dass Training nötig ist, wo Entwicklung stattfinden soll. In diesem Sinne, ich freue mich, dass ich dir wieder meine Gedanken teilen durfte. Ich freue mich sehr über dein Feedback an podcast@christianbott.de. An der Stelle auch vielen, vielen Dank wieder für euer Feedback. Ja und in diesem Sinne, auf bald dein Trainer und Coach Christian Bott.

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